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Artikel von und über uns

Interview mit Leonhard Limburg

Ein Gespräch mit Leonhard Limburg über Kommunikation in IT-Projekten, die Unterstützung von Mitarbeitern in konkreten Situationen und Aikido.
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30. März 2017
  • Michael Schenkel

Treffen der GI Regionalgruppe Köln

Auf Einladung der GI-Regionalgruppe Köln stellte Leonhard Limburg Projekterfahrungen zum Thema „Angemessene Requirement-Spezifikation in Projekten“ vor. Die Überprüfbarkeit der Projektziele ist eine Grundvoraussetzung für den Nachweis des Projekterfolgs – in „einfachen“ sowie in „komplexen“ Projekten. Sie bildet die Basis für das Qualitätsmanagement. Wie werden in Fachprojekten überprüfbare Anforderungen spezifiziert? Wie können sie auf ihren Realisierungsgrad untersucht werden? Vorgestellt wird ein skalierbares, projekterprobtes – Verfahren zur Spezifikation und Überprüfung von Anforderungen, welches die Basis für ein angemessenes Qualitätsmanagement schafft.
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03. September 2014
  • Leonhard Limburg

MicroTOOL Anwenderkonferenz 2014

Der Geschäftsführer Leonhard Limburg hat im Rahmen der microTOOL Anwenderkonferenz 2014 einen Kongressbeitrag auf dem Schwarzmarkt des Wissens geleistet. Unter der Überschrift „Wir haben keine Zeit das Messer zu schärfen – wir müssen Kartoffeln schälen“ setzt er sich mit dem Thema „Weiterentwicklung – Lernen in Unternehmen“ auseinander. Der Einstieg in das Thema erfolgt über „Teufelskreise in der Projektarbeit“ – ein Phänomen, welches Ihnen sicherlich in Ihrer Projektpraxis schon begegnet ist.
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14. Mai 2014
  • Leonhard Limburg

Entwicklung von Projektkompetenz

Ein Projekterfahrungsbericht über die Entwicklung von Projektkompetenz als Beitrag zur Modernisierung einer Bundesbehörde.
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März 2006
  • Behörden Spiegel

19 Tipps für erfolgreiche Projektarbeit

In einem Blog der microTOOL gibt Leonhard Limburg 19 Tipps für die erfolgreiche Gestaltung von Projekten.
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24. November 2014
  • Leonhard Limburg

Was hat Aikido mit Kompetenzentwicklung zu tun?

Was hat Aikido, eine japanische Budodisziplin, mit Organisations- und Personalentwicklung zu tun? In dem Beitrag „Aikido – ein Weg zur persönlichen & beruflichen Entwicklung“ (Artikel) beschäftigt sich Leonhard Limburg mit diesem Thema.
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10. September 2012
  • Leonhard Limburg

It's Over Our Heads

Der Entwicklungsforscher und Professor an der Harvard University Robert Kegan beleuchtet in seinem Buch „In Over Our Heads“ aus entwicklungspsychologischer (engl. adult development) Sicht die komplexen Anforderungen, die an die Entwicklung Erwachsener in der heutigen Gesellschaft gestellt werden. Pia Neiwert fasst in Ihrem Beitrag das Buch von Robert Kegan zusammen.
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n.A.
  • Pia Neiwert

In Over Our Heads

Der Entwicklungsforscher und Professor an der Harvard University Robert Kegan beleuchtet in seinem Buch „In Over Our Heads“ aus entwicklungspsychologischer (engl. adult development) Sicht die komplexen Anforderungen, die an die Entwicklung Erwachsener in der heutigen Gesellschaft gestellt werden. Pia Neiwert fasst in Ihrem Beitrag das Buch von Robert Kegan zusammen.

Zusammenfassung von Pia Neiwert Der Entwicklungsforscher und Professor an der Harvard University Robert Kegan beleuchtet in seinem Buch „In Over Our Heads“ aus entwicklungspsychologischer (engl. adult development) Sicht die komplexen Anforderungen, die an die Entwicklung Erwachsener in der heutigen Gesellschaft gestellt werden. Mit Hilfe eines Vergleichs der unterschiedlichen RatgeberLiteraturen für Eltern, Paare, Manager, Therapeuten etc. analysiert Kegan, welcher minimale Grad in der mentalen Entwicklung eines Menschen nötig ist, um das Leben auf kompetente Art bewältigen und den Beruf in professioneller Weise ausführen zu können. Obwohl die verschiedenen Disziplinen wie z. B. Management und Psychotherapie sich abgegrenzt, ohne nennenswerte Beeinflussung voneinander, entwickelt haben, wird in Bezug auf die Entwicklung von Erwachsenen deutlich, dass die Handlungsanleitungen, Rollenanforderungen und Erfolgsbeschreibungen von Experten in den unterschiedlichen Bereichen aus entwicklungspsychologischer Sicht große Gemeinsamkeiten aufweisen.

In seinem erstmals 1994 in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Die Entwicklungsstufen des Selbst – Fortschritte und Krisen im menschlichen Leben“ beschreibt Kegan eine dynamische Sicht der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins. In „In Over Our Heads“ wendet er diese Theorie auf die Komplexitätsanforderungen des Erwachsenenlebens in Beruf und Alltag an. Als Eltern und Partner, Angestellte und Chefs, Bürger und politische Entscheidungssträger sind wir mit einer oftmals überwältigenden Flut von Erwartungen und Ansprüchen konfrontiert. Kegan vergleicht diese Anforderungen mit einem Lehrplan, der idealerweise herausfordert, aber gleichzeitig ausreichend Unterstützung zur Bewältigung anbietet.

Ausgehend von der Einteilung der menschlichen Entwicklung in verschiedene Stufen wird deutlich, wieso in beruflichen und privaten Kontexten bei vielen Menschen das Gefühl entsteht „in over our heads“ – überfordert - zu leben und den gestellten Anforderungen nicht angemessen begegnen können.

Die Stufe 1 in der menschlichen Entwicklung ist die Stufe, auf der sich das Kleinkind befindet. Hier wird die Welt aus dem subjektiven Erleben heraus wahrgenommen. Die Fähigkeit, zwischen sich und anderen (reflektierend) unterscheiden zu können, ist noch nicht entwickelt.

Die Stufe 2, beginnend mit dem Alter der Adoleszenz, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Welt in verschiedene Kategorien eingeteilt werden kann und es deshalb möglich wird, durch aktive (manipulative) Einwirkung eigene Wünsche, Bedürfnisse und Ziele zu erreichen. Eine Einsicht in die Bedürfnisse und Gefühle anderer Menschen ist zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben. Empirische Studien zeigen, dass 10 % aller Erwachsenen sich auf dieser Stufe befinden und sich voraussichtlich nicht weiter entwickeln werden.

Mit Erreichen der Stufe 3 ist es einer Person möglich, sich ganz in andere Menschen hineinzuversetzen und sich mit der Sichtweise anderer (der Gesellschaft, einer bestimmten Gruppe, der internalisierten Eltern) zu identifizieren. Jedoch sind keine eigenen Werte und Normen vorhanden. Es kann nicht zwischen einer eigenen und der (internalisierten) Sicht anderer unterschieden werden. Ca. 55 % der Erwachsenen haben diese Stufe erreicht und werden voraussichtlich hier verbleiben.

Die Stufe 4 ist nach Kegan die Stufe, die mindestens erreicht werden muss, um das Leben den modernen Anforderungen entsprechend auf kompetente Art bewältigen und den Beruf in professioneller Weise ausführen zu können. Erwachsene (unabhängig vom Alter), die sich auf dieser Stufe befinden, haben eine Identität mit eigenen Werten und Normen entwickelt. Die Sichtweisen anderer werden in Abgrenzung von der eigenen Weltanschauung respektiert und gegebenenfalls kritisiert. Eigene Prinzipien, die von der Norm abweichen, können verfolgt und durchgesetzt werden. Nur etwa 25 % der Erwachsenen befinden sich auf dieser Stufe.
Auf der Stufe 5 schließlich identifizieren sich Personen nicht mehr mit bestimmten Theorien oder Werten, sondern sind in der Lage, sich im fortwährenden „Fluss“ oder Wandlungsprozess zu erleben. Ständiger Austausch mit der Seinsweise anderer Menschen und Lernen von unterschiedlichsten Sichtweisen stehen dabei im Vordergrund. Nur etwa 7 % aller Menschen befinden sich auf dieser Stufe oder bewegen sich darüber hinaus. „In Over Our Heads“ (bislang noch nicht in deutscher Sprache erschienen) konfrontiert mit einer Anzahl an gesellschaftlichen Kontroversen aus neuer, d. h. entwicklungspsychologischer Sicht. Erwachsensein wird hierbei verstanden, nicht als ein statischer, einmal erreichter Zustand, sondern als dynamischer und (idealerweise) fortwährender Entwicklungsprozess.

n.A.
  • Pia Neiwert